Zutaten

450 g Mehl

1 Pk Backpulver

140 g Zucker

2 Eier

100 ml Schlagobers

150 ml Milch

125 g Butter

170 g Schwarzbeeren

 

Zubereitung

Das Backrohr auf 200 Grad Über-Unterhitze vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und ein wenig abkühlen lassen.

In einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und dem Zucker mischen. Die Eier mit dem Schlagobers und der Milch mit einer Gabel verschlagen.

Das Mehl mit der Eier-Milchmasse und der Bitter vermischen, alles locker von Hand verrühren, aber nicht zu viel, damit der Teig nicht zu viel gearbeitet wird. Der Teig kann ruhig recht grob bleiben. Die Schwarzbeeren gründlich unterheben.

12 große Muffinsformen einfetten und den Teig auf diese aufteilen. Die Muffins rund 25 Min goldgelb backen, ein wenig in den Formen abkühlen lassen und dann auf einem Gitter endgültig auskühlen lassen.

 

 

In 60 Minuten

4 Portionen

 

Zutaten

2 Rote Bete, mittelgroß
200 g Bauernbrot
1 EL Senf, mittelscharf
1 EL Honig
Salz
Zwiebeln, rot
2 EL Kapern, eingelegt   
5 EL Weißweinessig
Knoblauchzehe
3 EL Gemüsebrühe
80 ml Olivenöl 
Pfeffer, schwarz, aus der Mühle
1 EL Bratöl
200g gemischt oder gezupfter Endiviensalat

Zubereitung

1. Rote Bete in Salzwasser mit 2 EL Essig ca. 30 Minuten bissfest garen. In kaltem Wasser abkühlen lassen, pellen und in Stücke schneiden.
2. Brot entrinden und in mundgerechte Stücke zupfen. Bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 8–10 Minuten goldbraun rösten.
3. Knoblauch schälen. Senf, restlichen Essig, Gemüsebrühe, Honig und Knoblauch in einen Mixbecher geben. Pürieren und dabei nach und nach das Olivenöl zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin 3 Minuten braten. Mit Brot, Roter Bete, Kapern und Dressing mischen. 10 Minuten stehen lassen und immer wieder vorsichtig durchmischen. Kurz vor dem Servieren den Salat untermengen.

 

20 Min Gesamtzeit     —     755 Kalorien

Zutaten

Für 4 Personen

 

Zubereitung

1. Fenchel und Birnen waschen. Fenchelgrün hacken und beiseitestellen. Fenchel halbieren und in feine Streifen schneiden. Birnen vierteln, Strunk entfernen und in Scheiben schneiden.
2. Knoblauch schälen, fein würfeln. Eingelegte Tomaten abgießen, das Öl auffangen. Tomaten in Streifen schneiden.
3. Lauchzwiebeln waschen und in schräge Ringe schneiden, beiseitestellen. Orangen heiß abwaschen, die Schale von einer Orange abreiben, dann beide auspressen.
4. Farfalle in gut gesalzenem Wasser „al dente“ kochen. Währenddessen Knoblauch in 1 EL Tomatenöl anbraten, Fenchel und Birne zugeben, salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten dünsten, beiseitestellen.
5. Ein Dressing aus Orangensaft und -schale, Cashewmus, Honig und 3 EL Tomatenöl herstellen.
6. Pasta abgießen, mit Birnen, Fenchel, Tomatenstreifen, Lauchzwiebeln und Dressing vermischen. Etwas salzen und pfeffern und 20 Minuten ziehen lassen.
7. Mit Walnüssen und Fenchelgrün bestreuen und servieren.

Für 12 Portionen  – es ist Herbst

Zutaten

250 Gramm Mehl

150 Gramm Zucker

10 Gramm Backpulver

30 Gramm Kakaopulver

100 Milliliter Sonnenblumenöl

250 Milliliter Reismilch

300 Milliliter Mandelmilch

40 Gramm Vanillepuddingpulver

120 Gramm Staubzucker

200 Gramm Margarine oder pflanzliches Fett

160 Gramm ungesüßtes Maronipüree

200 Gramm Kastanienreis

Zubereitung

Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver, Kakao) mischen. Flüssige Zutaten (Öl, Reis-milch) mischen und diese unter die trockenen rühren. Den fertigen Teig in die vorbereitete Form gießen und 40 – 45 Minuten bei 180°C backen. Boden komplett abkühlen lassen und gerade schneiden, falls er zu hügelig aufgegangen ist. Dann wieder in die Springform setzen, da du den Rahmen benötigst.

Aus Mandelmilch und Puddingpulver einen Pudding anrühren. Diesen kaltrühren bzw. mit einer Klarsichtfolie abdecken, bis er abgekühlt ist. Staubzucker mit Fett schaumig schlagen. Den abgekühlten Pudding portionsweise untermixen. Dann das Maronipüree dazu mixen. Die fertige Maronicreme auf den Schokoboden streichen.

Kastanienreis großzügig auf der Creme verteilen

Der guate Abendbrottisch

 

Zutaten für 2 Personen

400 g Rote Bete

50 g Essiggurken

1 kleiner Apfel

150 ml saure Sahne

50 g Mayonnaise

2 EL Apfelessig

Salz

1 TL geriebener Meerrettisch (oder Meerrettich aus dem Glas)

 

Zubereitung

Die Roten Beten ungeschält in gesalzenem Wasser ca 45 Minuten lang gar kochen, bis sie weich sind. Etwas abkühlen lassen, danach schälen und in feine Würfel schneiden. Die Essiggurken fein hacken, den Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Dann fügt man saure Sahne, Mayonaise, Essig und Salz sowie Meerrettich hinzu, entweder aus dem Glas oder frisch gerieben. Anschließend alles gut vermengen.

Der Rohstoff für Alufolie kommt meist aus dem Regenwald, wird extrem umweltschädlich produziert und ist gesundheitlich bedenklich. Wir geben Ihnen Tipps zu Alternativen.

 

Alufolie ist ein Standardprodukt in vielen Haushalten, obwohl es große Nachteile hat. Alufolie hat einen bitteren Beigeschmack – nicht nur weil sich das Aluminium durch Salz und Säure löst und in die verpackten Lebensmittel übergeht, sondern auch weil bei der Herstellung Regenwald vernichtet wird, giftige Abfälle entstehen und viel Energie verbraucht wird.

Schlecht für die Umwelt

Bauxit heißt das Gestein, aus dem Aluminium gewonnen wird. Bauxit wird zum größten Teil in Australien, China, Brasilien und Indien abgebaut. Meist werden dazu große Flächen an Regenwald gerodet. Der Abbau hinterlässt grobe Spuren in der Landschaft und schädigt die Gesundheit der Bevölkerung. Bei der Gewinnung von Aluminium aus Bauxit bleibt ätzender, mit Schwermetallen verunreinigter Rotschlamm übrig, der eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Zur Verarbeitung ist hoher Energieeinsatz notwendig.

Aluminium kann Ihre Gesundheit gefährden!

Mittlerweile sind es nicht nur UmweltschützerInnen die sich gegen die Verwendung von Aluminium im Lebensmittelbereich verwehren. Auch die Medizin sieht eine mögliche Gefährdung, da Aluminium in hohen Dosierungen nervenschädigend wirkt, die Blut-Hirn-Schranke passieren kann und in Verbindung mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer gebracht wird.

Nicht für Kuchen und für die „Fisch“

Aluminium reagiert mit Säure und Salz. Das macht sich zum Beispiel beim Abdecken eines Obstkuchens bemerkbar: Das Metall löst sich durch die Fruchtsäure ab, dunkle Flecken bilden sich am Kuchen. Auch Schinken oder Käse sollten nicht in Alufolie verpackt werden, um den Körper nicht unnötig mit Aluminium zu belasten. Zum Kochen ist Alufolie ebenfalls nicht geeignet, Rezepte mit Alufolie wie Fisch in Salzkruste oder Ofenkartoffeln sind nicht empfehlenswert. Denn auch hier können Salz oder Säure Aluminium aus der Folie lösen und die Aufnahme von Aluminium unnötig erhöhen.

Garantiert aluminiumfrei

  • Butterbrotpapier und Jausenboxen halten Pausenbrote frisch
  • Glasbehälter mit Deckel sind die beste Wahl zur Aufbewahrung von Lebensmitteln
  • beim Kochen Alufolie durch Backpapier ersetzen
  • Grilltassen aus Edelstahl verwenden
  • Lebensmittel in einer Schale, die mit einem Teller zugedeckt wird, im Kühlschrank aufbewahren
  • Zwiebelhälften mit Schnittfläche auf Untertasse legen und mit einer Kaffeetasse abdecken

Aluminium ist zu schade zum Wegwerfen

Wichtig ist es, Aluminiumprodukte wie Dosen und Folien zu trennen und in den Altmetallcontainer zu werfen. So können die Aluminiumabfälle dem energiesparenden Recycling-Kreislauf zugeführt werden und es entstehen daraus neue Produkte, ohne Bauxit abzubauen.

Wer nicht auf Alufolie verzichten will, sollte Recycling-Alufolie kaufen, da für ihre Herstellung weniger Rohstoffe und Energie verbraucht werden. Recycling-Alufolie ist zum Beispiel in Bio-Supermärkten und Online-Shops erhältlich. Doch Vorsicht, gesundheitlich schneidet Recycling-Alufolie auch nicht besser ab!

 

Weitere Informationen

Infos zu abfallarmen Verpackungen: www.wenigermist.at

Quelle: service@umweltberatung.at

Foto: © Michaela Knieli, DIE UMWELTBERATUNG

„Rund gehts“ auf den Spuren unserer Reste

Wie aus Abfällen wertvolle Rohstoffe werden

Es geht rund in der österreichischen Abfallwirtschaft: Im Rahmen der Bewusstseinskampagne ‘RUND GEHT’S“ wird der Bevölkerung gezeigt, dass aus Abfällen wichtige Rohstoffe für neue Produkte gewonnen werden können. Jährlich fallen in Österreich mehr als 57 Millionen Tonnen an Abfällen an. Allein vier Millionen Tonnen in Form von Sperrmüll, Elektroaltgeräten, Verpackungen & Co werden aus Haushalten gesammelt, weitere mehr als 22 Millionen Tonnen Abfälle haben ebenfalls ein enormes Recyclingpotential. Denn: Abfälle sind ein wichtiger Rohstoff und das wird jetzt auch der österreichischen Bevölkerung bewusst gemacht.

Aus diesem Grund wurde mit allen wichtigen Akteuren der heimischen Abfallwirtschaft die Kampagne ‘Rund Geht’s“ entwickelt. Diese folgt den Spuren unserer Reste und holt die vielfältigen Kreisläufe vor den Vorhang: Wussten Sie, dass aus Altpapier neues Papier produziert wird? Wahrscheinlich schon. Aber wie sieht’s mit folgenden Beispielen aus: aus Elektroaltgeräten wird sogar Gold und Silber für Schmuck gewonnen, Kunststoffverpackungen werden zu Granulaten für Gartenmöbel oder Stöckel von High Heels und Eisen aus Autowracks finden sich in Windradstehern wieder! ‘Rund Geht’s“ zeigt genau diese vielfältigen Wege – was mit den Resten des Alltags passiert, nachdem man sie entsorgt hat. Und zwar anhand von bekannten und weniger bekannten Good-Practice Beispielen sowie interessanten ReUse-Projekten. Dadurch wird das Sammelengagement der heimischen Bevölkerung bestärkt.

Ins Leben gerufen wurde die Kampagne vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) gemeinsam mit zahlreichen Akteuren der Abfallwirtschaft, den Bundesländern, den Abfallverbänden, BMLFUW, WKÖ u.v.a. Bis heute unterstützen über 50 Partner die Kampagne.

Auf der neuen Website www.rundgehts.at können Herr und Frau Österreicher Schritt für Schritt den Weg des Abfalls sehen und bekommen einen Einblick, was und wie viel noch daraus gewonnen werden kann. Zudem gibt es viele Infos, Zahlen und Fakten zur heimischen Abfallwirtschaft und welche Maßnahmen gesetzt werden, damit aus dem Abfall von heute schon Morgen ein neues Produkt entsteht.

Jedes Beispiel ist immer so aufgebaut, dass detailliert erklärt wird, wie der Abfall X in ein neues Produkt Y fließt. Anhand des Kreislaufs ‘Vom Elektroaltgerät zum Schmuckstück“ gestaltet sich das inhaltlich beispielsweise folgendermaßen: jährlich werden österreichweit 82.400 Tonnen Elektroaltgeräte in kommunalen oder gewerblichen Sammelstellen gesammelt. Von dort werden sie zu speziellen Verwertungsanlagen gebracht, wo sie im ersten Schritt zerschlagen werden. Im Schredder wird der Elektronikschrott dann weiter zerkleinert und Eisenmetalle mittels Magneten ausgeschieden. Das restliche Material kommt in ein Schüttelsieb, wodurch Nichteisenmetalle herausgesiebt werden. Diese Nichteisenmetalle – wie beispielsweise Kupfer, Gold oder Silber – können dann wieder eingeschmolzen und zum Beispiel in Schmuckstücken verarbeitet werden.

Der Kreislauf ‘Von Joghurtbechern & Co zu Damenschuhabsätzen“ wird wie folgt dargestellt: Aus Altstoffsammelzentren kommen Joghurtbecher, Pflanztöpfe & Co. zu speziellen Aufbereitungsanlagen, wo sie gereinigt und sortenrein getrennt werden. In einem sogenannten ‘Extrusionsverfahren“ werden die Kunststoffteile zerkleinert und im weiteren Verarbeitungsschritt eingeschmolzen, wodurch Kunststoffgranulate entstehen. Diese können dann wieder aufgeschmolzen und in die gewünschte Form gepresst werden. Da Kunststoffgranulate sehr robust sind, eignen sie sich gut für Stöckel von Damenschuhen oder auch als Gartenmöbel. Neben dem Webauftritt wurden auch frische Werbesujets zu verschiedenen Sammelfraktionen, Online-Banner, Infofolder u.v.m. entwickelt sowie eine Facebook-Seite www.facebook.com/rundgehts aufgesetzt, um die ÖsterreicherInnen auch im Social Media-Kosmos mit allen News zu versorgen.

Startschuss mit Eyecatcher auf öffentlichen Plätzen

Zum Start der Kampagne wurden auffällige Medienaktionen in verschiedenen Städten Österreichs, wie Graz oder Innsbruck, inszeniert. Den BewohnerInnen wird dabei hautnah vermittelt, was durch Wiederverwertung alles möglich ist und wie sich die Recyclingkreisläufe schließen. Den Auftakt markierte Graz anlässlich der Abfallwirtschaftstagung am 10. Mai 2017 zum Thema Kunstoffabfälle, wo mit einer Kunstinstallation im öffentlichen Raum – einer Pyramide aus Kunstoffabfällen beim Eisernen Tor in der Herrengasse und Schuhen aus Joghurtbechern in den Auslagen zahlreicher Geschäfte auf die Kampagne aufmerksam gemacht wurde. In Innsbruck wurde gemeinsam mit zahlreichen Tiroler Unternehmen und Akteuren das Thema Kupfer ausgewählt – mit einer Installation eines Kabelsalats auf der Innbrücke wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auch aus alten Kupferkabeln viele neue Produkte entstehen können, wie zum Beispiel für Münzen, Elektrogeräte oder historische Dächer. Begleitet wurden beide Medienaktionen mit einem Facebook-Gewinnspiel und attraktiven Preisen. Zudem sind noch weitere Aktionen in Landeshauptstädten in Planung.

Zahlen & Fakten

Das Abfallaufkommen Österreichs lag im Jahr 2015 bei rd. 59,76 Millionen Tonnen – 57,10 Millionen Tonnen Primärabfälle und 2,66 Millionen Tonnen an Sekundärabfällen (diese resultieren aus der Behandlung von Primärabfällen). Zu Primärabfällen zählen zum Beispiel Sperrmüll, Aushubsmaterial, Biogene Abfälle, u.v.m. 4,2 Millionen Tonnen davon sind Siedlungsabfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen – das entspricht 482 Kilogramm Abfall pro Person und unterteilt sich in 40 % Rest- und Sperrmüll und 60 % getrennte Sammlungen.

Jährlich generiert die kommunale Abfallwirtschaft in den Betrieben und über ihre Zulieferkette eine Wertschöpfung von rund 1,2 Milliarden Euro und sichert knapp 14.800 Arbeitsplätze. Im privaten Sektor arbeiten rund 25.000 Österreicherinnen und Österreicher und sorgen für eine Wertschöpfung von ca. 4 Milliarden Euro (Stand: 2014).

Mehr auf der Kampagnen-Seite: www.rundgehts.at

Warum nur ??  Lebensmittel ohne Wert ?

39 Prozent der Erwachsenen weltweit sind übergewichtig, 13 Prozent sogar fettleibig – Tendenz steigend, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Gleichzeitig hungern 795 Millionen Menschen – trotzdem landen nach Angaben der Welthungerhilfe 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel pro Jahr im Müll.

Allein durch Überernährung und Verschwendung gehen fast 20 Prozent der weltweit verfügbaren Nahrungsmittel verloren: Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, an der auch Klimaforscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mitgearbeitet haben.

Die Weltbevölkerung konsumiert rund zehn Prozent mehr Essen, als sie für eine gesunde Ernährung braucht, so die Forscher in ihrer Studie. Neun Prozent der Nahrungsmittel werden weggeworfen oder verderben. Bemühungen, diese Verluste zu reduzieren, könnten dabei helfen, die weltweite Nahrungsmittelsicherheit zu verbessern – und dabei einen sicheren Zugang zu bezahlbaren und nahrhaften Lebensmitteln zu ermöglichen – und Umweltschäden vorzubeugen.

Um das Ausmaß dieser Verluste zu beziffern, haben Geowissenschaftler und Klimaforscher aus Großbritannien, Deutschland und Australien das weltweite Nahrungsmittelsystem auf allen Stufen untersucht – von Getreideanbau und -ernte bis hin zum Konsum. Dafür haben sie vor allem Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ausgewertet.

Demnach geht fast die Hälfte des weltweit geernteten Getreides, nämlich 2,1 Milliarden Tonnen, durch Überernährung, Verschwendung und – bevor es überhaupt beim Konsumenten ankommt – ineffiziente Produktionsprozesse verloren.

Der am wenigsten effiziente Prozess, so die Forscher, sei dabei die Viehzucht, mit Verlusten von 78 Prozent oder 840 Millionen Tonnen: Mehr als eine Milliarde Tonnen Getreide werde allein dafür eingesetzt, um 240 Millionen Tonnen essbare Tierprodukte wie Fleisch, Milch und Eier zu produzieren. Nur diese Stufe im Nahrungsmittelsystem sei schon für 40 Prozent aller Verluste bei geerntetem Getreide verantwortlich.

Steige die Nachfrage nach bestimmten Nahrungsmitteln, insbesondere nach Fleisch und Milchprodukten, weiter an, werde die Effizienz des Nahrungsmittelsystems weiter abnehmen und es werde möglicherweise schwierig, die zunehmende Weltbevölkerung auf nachhaltige Weise zu ernähren, so die Forscher.

Die Nachfrage zu bedienen, könne auch Umweltschäden zur Folge haben, indem der Treibhausgas-Ausstoß steigt, Trinkwasservorräte geringer werden und die Artenvielfalt abnimmt. Menschen dazu zu ermuntern, weniger Tierprodukte zu essen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen und nicht deutlich mehr zu essen, als der Körper benötigt, könne daher helfen, die genannten Trends umzukehren.

„Diese Studie stellt heraus, dass für das Thema Nahrungsmittelsicherheit sowohl die Produktion als auch der Konsum wesentliche Aspekte sind, die es zu berücksichtigen gilt, wenn es darum geht, nachhaltige Nahrungssysteme zu entwickeln. Sie betont außerdem, dass der Begriff ‚Verschwendung‘ unterschiedliche Dinge bedeuten kann“, sagen Professorin Almut Arneth und Professor Mark Rounsevell vom KIT, die an der Studie beteiligt waren. Finanziert wurde die Untersuchung über das EU-Projekt LUC4C, welches das KIT koordiniert.

Die Studie unter Federführung der University of Edinburgh ist eine Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Scotland’s Rural College, der University of York, und dem Centre for Australian Weather and Climate Research. Veröffentlicht ist sie in der Fachzeitschrift Agricultural Systems.